Verbesserte Fruchtbarkeit ohne Beeinträchtigung der Produktion 


Eine neue Studie, die im Journal of Dairy Science (September 2020) veröffentlicht wurde, bestätigt die Vorteile von Kreuzungszucht gegenüber reinrassigen Holstein. Holstein x Montbéliarde x VikingRed wiesen eine bessere Fruchtbarkeit und eine vergleichbare Produktion auf. 

Verbesserte Fruchtbarkeit

  • Bis zu +10 % Erstbesamungs-Konzeptionsrate
  • -16,5 Leertage über drei Laktationen
  • ~ 3 Wochen weniger Leertage in der 3. Laktation 

Keine Kompromisse bei der Produktion 

  • Der Lebensertrag pro Tag (kg Fett + Eiweiß) ist bei Kreuzungen und Holstein nahezu identisch
  • Kreuzungen produzieren Milch mit einem höheren Anteil an Fett und Eiweiß als ihre Holstein- Herdenkameraden.
 
Es gibt immer mehr Nachweise dafür, dass Kreuzungsrinder wesentlich fruchtbarer sind als reinrassige Holstein. Es wurde gezeigt, dass ihre verbesserte Fruchtbarkeit erreicht wird, ohne dabei die Milchproduktion zu beeinträchtigen.

Eine Reihe von Untersuchungen zur Leistung von Holstein x Montbéliarde x VikingRed hat ergeben, dass die Drei-Rassen-Kreuzung in Bezug auf jeden Fruchtbarkeitsindikator eine bessere Leistung aufweist, als die Reinrassigen Gleichzeitig produzieren die Kreuzungen annähernd die gleiche Menge Fett plus Eiweiß wie die reinrassigen Holstein.

Die neueste Studie zur Bestätigung dieser Nachricht wird diesen Monat im renommierten, einem Peer-Review unterzogenen Journal of Dairy Science (103:8683-8697, September 2020) veröffentlicht. Im Rahmen einer 10-jährigen Studie an der University of Minnesota wurde die Leistung der Drei-Rassen-Kreuzung unter Einsatz von Holstein (HO), Montbéliarde (MO) und VikingRed (VR), bekannt als das ProCROSS-Programm, untersucht.

 
Bessere Fruchtbarkeit ohne Kompromisse bei der Produktion

Die Hauptautorin der Studie, Dr. Amy Hazel, sagte Folgendes über ProCROSS im Zusammenhang mit Fruchtbarkeit: „In Bezug auf jeden Parameter, den wir uns angesehen haben, waren die Kreuzungen auffallend besser als ihre Holstein-Herdenkameraden”.

Die Drei-Rassen-Kreuzungen wiesen beispielsweise erheblich höhere (+9 % bis +10 %) Erstbesamungs-Konzeptionsraten auf Sie waren beim ersten, zweiten und dritten Kalben zudem jünger; hatten deutlich weniger (-16,5) Leertage über drei Laktationen, und ihr Vorteil an Leertagen stieg für ihre dritte Laktation auf annähernd drei Wochen an.
 
Um die verbesserte Fruchtbarkeit der Kreuzungen zu erreichen, braucht man keine Kompromisse bei der Milchproduktion einzugehen.
 
Bei der Umrechnung auf einen lebenslangen Tagesertrag (LDY) von kg Fett + Eiweiß produzierten die ProCROSS-Kühe 2,537 kg pro Tag, nur 1 % weniger als die 2,554 kg pro Tag ihrer Holstein-Herdenkameraden.

„Der lebenslange tägliche Ertrag an Fett plus Eiweiß ist ein wichtiger wirtschaftlicher Parameter, da er von einer Reihe von Merkmalen beeinflusst wird, darunter Konzeptionsraten, Rückkehr zur Spitzenproduktion und Überleben, die alle von der Fruchtbarkeit der Kuh beeinflusst werden”, fuhr Dr. Hazel fort.

Nach der Drei-Rassen-Kreuzung mit der nächsten Generation zeigte sich, dass es keinen Unterschied in der Gewichtung von Fett und Eiweiß zwischen der dritten (von Holstein gezeugten) Kreuzung von ProCROSS-Rindern und reinrassigen Holstein gab. Alle Kreuzungsgenerationen produzierten auch Milch mit einem höheren Anteil an Fett und Eiweiß als ihre Holstein-Herdenkameraden. 

Verbesserte Rentabilität mit ProCROSS

Dr. Hazel sagte, dass sich die bessere Leistung von ProCROSS auch in einer höheren Rentabilität widerspiegelte, die Gegenstand zusätzlicher Untersuchungen an der University of Minnesota war und voraussichtlich in den kommenden Monaten im Journal of Dairy Science ausführlich behandelt wird. 

„Die unmittelbaren finanziellen Vorteile von guter Fruchtbarkeit ergeben sich hauptsächlich aus geringeren Kosten für Befruchtung, Hormonbehandlung und Trächtigkeitsdiagnose”, sagte Dr. Hazel. 

„Fruchtbarkeit wirkt sich auch direkt und positiv auf die Lebensdauer aus. Dies wurde bei ProCROSS-Rindern beobachtet, deren Lebensdauer in der Herde durchschnittlich 997 Tage betrug, verglichen mit 850 Tagen der Holstein - ein Lebenszeit-Vorteil von +147 Tagen”, fügte sie hinzu. 

Die zusätzliche Lebensdauer führte auch zu niedrigeren Abgangsraten, was für die Senkung der Produktionskosten wichtig war.
 
„In Bezug auf jeden Parameter, den wir uns angesehen haben, waren die Kreuzungen auffallend besser als ihre Holstein-Herdenkameraden”.
Auswahl der Rasse und Hybridvitalität

Dr. Hazel führte den Vorteil der Kreuzung neben der Hybridvitalität (Heterosis) auch auf die Wahl sich ergänzender Rassen zurück. Die Verwendung von drei Rassen in Rotation soll die Heterosis auf Dauer konstant bei 86 % halten, wodurch das gekreuzte Tier eine bessere Leistung erzielt, als der Durchschnitt seiner Eltern. 

„Wir fanden, dass die im Versuch verwendeten Rassen sich sehr gut ergänzten. Die Holstein bringen Produktions- und Eutereigenschaften; die Coopex Montbeliarde bringen Fruchtbarkeit, Körperkondition und Kraft und die VikingRed bringen Kalbungsmerkmale, Eutergesundheit und Fruchtbarkeit. Darüber hinaus ergänzen sich die drei Rassen hinsichtlich ihres Exterieurs und tragen so zur Einheitlichkeit der Größe und zur Vereinfachung des Managements bei”, sagte Dr. Hazel. 

Robusteres, fruchtbareres und langlebigeres Milchvieh

Die Motivation für die Studie soll in den Bedenken über die Verringerung der Holstein-Blutlinien, die daraus resultierende Inzuchtdepression und den Wunsch, die Vorteile der Hybridvitalität zu nutzen, begründet sein.

„Der Inzuchtkoeffizient in der Holstein Population in den USA liegt jetzt über 8 % und steigt jedes Jahr mit einer Rate von 0,35 % weiter an", sagte sie. „Dies führt unweigerlich zu einer Inzuchtdepression, die den Milcherzeugern stillschweigend den Gewinn stiehlt, da sie hauptsächlich Merkmale betrifft, die nicht ohne weiteres erkennbar sind, wie Embryonenverlust, geringere Krankheitsresistenz und verkürzte Lebensdauer”.

Das spiegelte sich deutlich in den neu veröffentlichten Fruchtbarkeitsergebnissen wider, während bei ProCROSS-Rindern auch eine verbesserte Gesundheit, niedrigere Totgeburtenraten und eine verbesserte Futtereffizienz nachgewiesen wurden.

„Dieser Versuch hat gezeigt, wie die Eigenschaften zweier komplementärer Rassen mit denen von Holstein kombiniert werden können, um robustere, fruchtbarere und langlebigere Rinder zu schaffen, die die Produktion der Holstein beibehalten. Mit der Wahl von Montbeliarde und VikingRed haben wir Rassen eingeführt, deren Stärken die Schwachpunkte der Holstein ausgleichen”, sagte Dr. Hazel abschließend. 

„Da der Druck auf die begrenzten Ressourcen, die wir für die Lebensmittelproduktion verwenden, zunimmt, muss unsere wirtschaftliche Nachhaltigkeit die Kosten für Futtermittel, Gesundheitsversorgung, Fruchtbarkeit, Herdenersatz und Arbeitseinsatz berücksichtigen. Aus diesem Grund muss die genetische Auswahl von Milchvieh ihren Schwerpunkt von der Milchproduktion als einziges Merkmal fortbewegen und die Kreuzung dieser drei Rassen ist ein wirksames Mittel, um dies zu erreichen”, sagte sie.

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